❌ „Mein Hund ist ein totaler Balljunkie!“
✅ „Falsch! SIE haben ihn dazu gemacht!“

Bällchen werfen, Stöckchen schmeißen – immer und immer wieder. Und der Hund? Rennt, hetzt, jagt – ohne Ende. „Der braucht das!“, denken viele. Aber brauchen Hunde wirklich diesen Kick? Oder trainieren wir sie damit zum Adrenalinjunkie?

Je mehr Action, desto mehr Action wird nötig. Ein Teufelskreis, der den Hund hochpusht statt entspannt. Stattdessen: Nähe, gemeinsame Spiele, Ruhe. Lernen, auch mal nichts zu tun. Denn kein Hund leidet an Unterforderung – aber viele an Überforderung.

Machen Sie den Entzug! Ihr Hund wird es Ihnen danken. Und plötzlich werden nicht Ball & Co. interessant – sondern SIE. 🐾💛

 

🐾Wird man böse, weil man zu sehr geliebt wurde?🐾

Schaut euch die Gefängnisse an – sie sind vermutlich nicht voll mit Menschen, die von ihren Familien zu viel Liebe, Verständnis und Sicherheit bekommen haben. Warum also sollte ein Hund „problematisch“ werden, weil er mit Respekt, Geduld und gewaltfreiem Training erzogen wird?

Tierheime sind nicht voll mit Hunden, die zu viel Liebe erfahren haben – sondern mit denen, die missverstanden, bestraft und nicht ihren Bedürfnissen entsprechend behandelt wurden.

Liebe bedeutet nicht, alles zu erlauben. Liebe bedeutet, Grenzen fair zu setzen, für Sicherheit zu sorgen und die individuellen Bedürfnisse eines Lebewesens zu verstehen.

Gewaltfreie Erziehung ist kein „Luxus“, sondern das Mindeste, was wir unseren Hunden schulden.

🐾Der Hund – das Rudeltier?🐾

❌ Nicht ganz! Hunde sind soziale Lebewesen, aber das bedeutet nicht, dass sie zwingend in einem großen Rudel leben müssen.

✅ Fakten:

Hunde stammen vom Wolf ab, doch im Gegensatz zu ihren wilden Vorfahren sind sie an das Leben mit Menschen angepasst.

Ihr „Rudel“ besteht oft aus ihrer Bezugsperson oder Familie – nicht unbedingt aus anderen Hunden.

Während manche Hunde gerne in einer Gruppe mit Artgenossen sind, fühlen sich andere in solchen Situationen unwohl.

Ein erzwungener Kontakt zu vielen Hunden kann für manche Vierbeiner sogar mehr Stress als Freude bedeuten.

💡 Fazit: Dein Hund braucht soziale Kontakte, aber vor allem eine starke Bindung zu dir – ein großes Rudel ist nicht notwendig!

 🐾„Der Hund muss hinter Ihnen gehen!“🐾

Haben Sie das auch schon gehört? „Wenn Ihr Hund vorne geht, hält er sich für den Chef!“ Klingt logisch – ist aber falsch. Weder Hunde noch Wölfe laufen im Gänsemarsch, und es gibt keinen „Rudelführer“, der immer vorne geht.

Wer vorne läuft? Der, der am abenteuerlustigsten ist! Lassen Sie Ihren Hund innerhalb der Leinenlänge dort gehen, wo er möchte. Seine Welt ist spannend – geben Sie ihm die Zeit zu schnüffeln, zu erkunden und einfach Hund zu sein.

Entschleunigen Sie. Lassen Sie sich nicht ziehen – aber lassen Sie Ihren Hund laufen. Ihr Tempo, Ihre Gelassenheit machen den Unterschied..

🐾 Mythos Hundespielgruppe 🐾

❌"Hunde brauchen viele andere Hunde zum Spielen und zur Sozialisierung! Am besten in einer Hundespielgruppe."

✔️ Fakt ist: Sozialisierung bedeutet nicht, dass Hunde ständig mit anderen Hunden spielen müssen. Eine gute Sozialisierung beinhaltet vielmehr, dass ein Hund lernt, mit verschiedenen Umweltreizen entspannt umzugehen – dazu gehören auch andere Hunde, aber nicht ausschließlich!

🔹 In Hundespielgruppen treffen oft Hunde mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen, Temperamenten und sozialen Fähigkeiten aufeinander. Das kann zu Stress, Überforderung oder sogar Konflikten führen.

🔹 Nicht jeder Hund möchte oder braucht engen Kontakt zu Artgenossen – manche bevorzugen ruhige Begegnungen oder einfach das Beobachten aus der Distanz.

🔹 Sozialkompetenz entwickelt sich durch positive Erfahrungen mit Umweltreizen und durch eine klare, sichere Führung seitens des Menschen.

👉 Möchten Sie mehr über eine gesunde Sozialisierung und den richtigen Umgang mit Hundebegegnungen erfahren? Ich unterstütze Sie gerne individuell

Warum sollte Ihr Hund Ihnen den „Stinkefinger“ zeigen?

Ein Hund, der Sie liebt, leidet, wenn Sie nicht bei ihm sind, und sich freut, wenn Sie in seiner Nähe sind – warum sollte er Ihnen den Rücken kehren? Diese Vorstellung ist absurd. Hunde sind keine Wesen, die uns bewusst „eins auswischen“ wollen.

Woher kommt eigentlich diese Erwartung, dass ein Hund bedingungslos gehorchen muss? Warum nicht ein Meerschweinchen oder ein Kanarienvogel? Nur weil der Hund vor etwa 15.000 Jahren beschloss, den Menschen sympathisch zu finden?

Statt von ihm Gehorsam zu verlangen, sehen Sie es doch als Geschenk, wenn Ihr Hund zu Ihnen kommt, wenn Sie ihn rufen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Kompliment an Sie!

Ihr Hund ist ein Lebewesen, das sich oft mehr Mühe gibt, uns zu verstehen, als wir ihm. Machen Sie ihn zu Ihrem Freund, statt ihm Ihre Regeln aufzuzwingen. Seien Sie für ihn da, führen Sie ihn durch unsere abstrakte Welt, und er wird Ihnen von Herzen folgen – nicht, weil er muss, sondern weil er es möchte.

Ignorieren oder bei sich bleiben?

Hunde zur Strafe zu ignorieren, bringt sie nicht dazu, über "Fehler" nachzudenken. Hunde leben im Hier und Jetzt. Was wir oft als Fehlverhalten sehen, ist für sie bedürfnisorientiertes Handeln. Ignorieren schafft Misstrauen – ein Hund lernt daraus nur, auf sich selbst zu vertrauen.

Bleiben Sie stattdessen bei sich. Wenn Ihr Hund ungeduldig ist oder Sie drängt, konzentrieren Sie sich bewusst auf Ihre Tätigkeit: anziehen, lesen, essen. Ohne "Nein, warte, gleich…" bleibt seine Erregungskurve unten, und Sie kommen zur Ruhe. So fördern Sie gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.

Fazit:
👉 Ignorieren = Etwas GEGEN den Hund tun.
👉 Bei sich bleiben = Etwas FÜR sich tun.

Emotionen unterdrücken – eine Qual, die niemand erleben sollte.

Stellen Sie sich vor, keine Emotionen zeigen zu dürfen: keine Freude, keine Angst, keine Wut. Genau das passiert vielen Hunden täglich. Ihre Gefühle werden ignoriert, unterdrückt oder sogar bestraft – oft durch „gute Ratschläge“ oder fragwürdige Trainingsmethoden.

Hunde sind unsere besten Freunde. Sie verdienen es, ernst genommen zu werden. Unterstützen Sie Ihren Hund: Freuen Sie sich mit ihm, trösten Sie ihn, stärken Sie sein Selbstvertrauen und helfen Sie ihm, seine Emotionen auszudrücken.

💚 Ihr Hund vertraut auf Sie. Seien Sie für ihn da.

Der Rückruf – so einfach geht’s! 🐾

Der Rückruf ist kein Mysterium, das ständiges Training erfordert. Ihr Hund hat einen Namen, den Sie liebevoll gewählt haben – nutzen Sie ihn! Rufen Sie Ihren Hund immer freundlich, fröhlich und motivierend, sodass er gerne zu Ihnen kommt – aus Freude, nicht aus Zwang.

Verzichten Sie auf militärischen Kommandoton und setzen Sie auf eine lockere, liebevolle Ansprache. Kommt Ihr Hund, belohnen Sie ihn mit einer kleinen Party und einem Leckerchen. 🐶🎉

Seien Sie authentisch, nett und genießen Sie die gemeinsame Zeit – sie ist begrenzt. ❤️

Warum müssen Hunde sich vor dem Fressnapf hinsetzen?

Schon mal aufgefallen? Kein Pferd, keine Katze, kein Meerschweinchen oder Wellensittich muss sich vor dem Fressen hinsetzen. Nur der Hund! Warum eigentlich? Damit er nicht die Weltherrschaft an sich reißt? 🐶🌍

Oder steckt etwas anderes dahinter? Was denkt ihr?

Problemverhalten oder ganz normales Hundeverhalten?

Ihr Hund bellt, wenn Besuch kommt? Er verteidigt sein Futter, seinen Schlafplatz oder sein Spielzeug? Oder er zeigt Jagdverhalten?

All das sind zunächst einmal typische hündische Verhaltensweisen. Es liegt an uns als Hundehalter, diese Verhaltensweisen zu verstehen, sie zu managen und dem Hund alternative Strategien anzubieten – ohne zu bestrafen.

👉 Bellt der Hund bei Besuch? Zeigen Sie ihm ruhig, dass alles in Ordnung ist und der Besuch willkommen ist.
👉 Verteidigt er Ressourcen wie Futter oder Spielzeug? Respektieren Sie seinen Raum und trainieren Sie schrittweise Alternativen.
👉 Jagdverhalten? Sichern Sie ihn an der Leine und bieten Sie ihm geistige Auslastung und Alternativen, um seinen natürlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Unser Ziel sollte immer sein, mit Verständnis und Geduld eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung zu fördern.

„Man sagt...“ – Aber wer ist eigentlich dieser „man“? 🤔

„Man darf den Hund nicht verwöhnen.“
„Man muss der Rudelführer sein.“
„Man soll das Spiel beginnen und beenden.“

Doch wer bestimmt diese Regeln? 🧐
Die Wahrheit ist: Es gibt kein geheimes Hundehalter-Gesetzbuch! Jeder Hund ist einzigartig, und Ihre Beziehung zu Ihrem Vierbeiner ebenfalls. 💕

👉 Hinterfragen Sie, was Ihnen erzählt wird.
Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, Ihr Herz und Ihren Verstand. So schaffen Sie ein entspanntes und glückliches Zusammenleben mit Ihrem Hund – ohne Druck und starre Vorgaben. 

 

Calming Signals – die Sprache der Hunde

Hunde kommunizieren Konfliktvermeidung durch Calming Signals (Beschwichtigungssignale), wie z. B.:
🐾 Gähnen
🐾 Kopf abwenden
🐾 Sich lecken
🐾 Schnüffeln ohne Grund
🐾 Im Bogen gehen
🐾 Langsame Bewegungen

Diese Signale helfen nicht nur anderen Hunden, sondern auch dem Hund selbst, sich zu beruhigen. Oft senden Hunde sie als Reaktion auf uns Menschen – z. B. beim „Kopfwuscheln“, das viele Hunde nicht mögen.

Spannend: Auch wir Menschen nutzen ähnliche Gesten (z. B. Kratzen oder Blick abwenden), um Konflikte zu vermeiden.

Mein Tipp: Lesen Sie „Calming Signals“ von Turid Rugaas – Pflichtlektüre für Hundehalter und Trainer.

Bleiben Sie friedlich – Ihrem Hund und anderen Menschen zuliebe. 🐶❤️

 

Ihr Hund ist nicht dominant – er verteidigt nur seine Ressourcen! 🐾

Wenn Ihr Hund Futter, Spielzeug, seinen Schlafplatz oder sich selbst verteidigt, ist das kein Zeichen von Dominanz. Es ist ein natürliches Verhalten, das Überleben sichert. Ressourcen teilen? Das tun Tiere nur mit denen, die ihnen wirklich nahestehen – wie wir Menschen auch.

Wölfe leben als Familie, teilen fair und sorgen füreinander. Hunde dagegen sind keine Familientiere. Straßenhunde leben autark: Wer Futter findet, behält es für sich – nicht aus Dominanz, sondern aus Notwendigkeit.

Auch wir verteidigen Nahrung, Raum und Privatsphäre. Fühlen wir uns deshalb dominant? Wohl kaum. Ihr Hund zeigt also nur normales Verhalten. Kein Grund zum Schimpfen oder Strafen!

 

Warum bellt Ihr Hund? 🐶

Bellen ist die Sprache Ihres Hundes – genauso wie Kühe muhen oder Katzen miauen. Doch während wir uns an den Geräuschen anderer Tiere erfreuen, stören wir uns oft am Bellen unseres besten Freundes. Dabei gehört es einfach dazu!

Hunde bellen aus unterschiedlichen Gründen:

  • Freude: Beim Spielen oder wenn es „Gassi“ geht.
  • Alarm: Wenn sie ihr Zuhause schützen.
  • Unsicherheit oder Stress: Wenn sie sich bedroht fühlen oder unwohl sind.

Häufig wird ein bellender Hund bestraft – doch stellen Sie sich vor, jemand würde Sie für Angst oder Stress strafen. Wäre das hilfreich? Wohl kaum!

Hunde haben Gefühle wie wir. Sie verdienen Verständnis, Trost und Unterstützung – nicht Strafe. Seien Sie der Freund, den Ihr Hund braucht. ❤️

 

„Loben statt schweigen!“

Früher galt: „Keine Strafe ist Lob genug!“ Heute sehen wir oft: Befehle werden erteilt, aber Lob bleibt aus. Doch Lob motiviert, stärkt das Selbstbewusstsein und macht glücklich – nicht nur uns, sondern auch unsere Hunde!

Loben Sie Ihren Hund für alles: fürs Kommen, fürs Schauen, fürs süß sein – einfach fürs Dasein. Der Effekt? Ihre Bindung wird stärker, Ihr Hund bleibt gerne in Ihrer Nähe, und aus „Befehlshaber“ und Hund werden echte Fans voneinander. 💕

Probieren Sie es aus – Sie werden erstaunt sein, wie sich Ihre Beziehung verbessert! 🐾

 

„Probleme lassen sich nicht wegprügeln, aber herausstreicheln.“

Ein Hund kommt unvoreingenommen auf die Welt. Er lernt von seiner Mutter und den Geschwistern, was es bedeutet, ein Hund zu sein. Doch dann kommen wir Menschen ins Spiel. Statt ihn zu begleiten, stellen wir oft unrealistische Ansprüche – mit Strafen, Schimpfen oder Ignorieren.

Doch bedenken Sie: Ihr Hund braucht Sie als seinen Sozialpartner, seinen sicheren Hafen. Probleme entstehen nicht von allein – sie sind das Resultat von Unsicherheiten, die oft durch falsches Handeln verstärkt werden.

Durch Streicheln, liebevolle Worte und Geduld lösen Sie jedes Problem besser als mit Druck. Seien Sie empathisch, denn Ihr Hund hat nur Sie.

 

Trösten Sie Ihren Hund, wenn er Angst hat! 🐾

Das Gerücht, Trösten würde Hunde in ihrer Angst bestärken, ist falsch. Hunde fühlen wie wir: Freude, Schmerz, Leid – und eben auch Angst. Was hilft Ihnen in einer Angst-Situation? Ein Freund, der beruhigt, stärkt und Trost spendet.

Genau das brauchen auch Hunde! Ihr sanftes Streicheln, ruhige Worte und Nähe setzen Oxytozin frei – das Kuschelhormon – und wirken beruhigend.

Ob beim Tierarzt, während eines Gewitters oder in anderen Stressmomenten: Ignorieren hilft nicht, Barsches Verhalten noch weniger. Ihr Hund vertraut Ihnen, wenn Sie Ruhe, Sicherheit und Stärke ausstrahlen.

⚠️ Tipp: Vermeiden Sie einen jammernden Tonfall – er zeigt Unsicherheit. Bleiben Sie ruhig, liebevoll und klar.

👉 Angst ist ein Gefühl, das ernst genommen werden sollte – bei Mensch und Hund.

 

Leinenruck

Der Leinenruck ist eine häufig angewendete physische Strafe, die leider oft unbewusst eingesetzt wird. Sie wird angewendet, wenn der Hund zieht, schnüffelt oder einfach etwas tut, was dem Halter nicht gefällt. Doch wie fühlt sich ein Leinenruck für den Hund an? Ein Schlag gegen die Luftröhre ist unangenehm und sorgt für Stress und Unsicherheit. Strafen sind schwer zu verstehen und führen zu Angst, statt zu Lernerfolgen. Statt zu bestrafen, sollten wir dem Hund zeigen, was wir von ihm wollen. Hunde möchten gefallen, geben Sie ihnen die Chance, es richtig zu machen!

🐾 Ruhe beginnt bei Ihnen! 🐾

Haben Sie einen Hund, der schwer zur Ruhe kommt? Der Schlüssel liegt oft bei uns Menschen. ✨

Wie bringen Sie Ihren Hund dazu, herunterzufahren? Ganz einfach:

Machen Sie es ihm vor. 

➡️ Einfach mal gar nichts tun.

➡️ Bewusst entspannen.

Das klingt einfach, ist aber für viele von uns eine echte Herausforderung. In einer Welt voller Stress und Hektik haben auch wir verlernt, einfach nur zu sein. Doch wie soll Ihr Hund ruhig und ausgeglichen sein, wenn Sie es nicht sind?

🐕 Ihr Hund spiegelte Sie wider. Ein entspannter Mensch = ein entspannter Hund. Wussten Sie außerdem, dass Hunde 16 bis 18 Stunden am Tag ruhen und schlafen sollten , um ausgeglichen und gesund zu bleiben? Langeweile, wie wir sie kennen, gibt es bei Hunden nicht – sie sind Meister darin, Ruhe zu genießen.

Geben Sie Ihrem Vierbeiner die Chance, von Ihnen zu lernen, und nehmen Sie sich bewusst Zeit für gemeinsame Ruhepausen – ohne Ablenkung, ohne Erwartung.

Fangen Sie heute damit an – für sich und Ihren Hund! 💕

 

 

Wie fühlt sich Ihr Hund wirklich?

Stellen Sie sich vor: Ihre Firma schickt Sie alleine nach China. Sie sprechen die Sprache nicht, kennen die Rituale und Gewohnheiten der Menschen dort nicht. Jedes Mal, wenn Sie etwas tun, das aus Ihrer Sicht vollkommen richtig erscheint, werden Sie kritisiert – ohne Erklärung.

Wie würden Sie sich fühlen? Verunsichert? Frustriert? Missverstanden?

Genau so geht es vielen Hunden im Alltag. Sie handeln instinktiv, basierend auf ihrer „kleinen Hundewelt“, und bekommen dafür Ärger – oft ohne eine für sie verständliche Erklärung. Dabei wollen Hunde uns nicht ärgern – sie brauchen nur klare Führung, eine verständliche Kommunikation und Empathie, um zu lernen, was wir von ihnen erwarten.

💡 Die Lösung?

Verstehen Sie die Welt Ihres Hundes! Lernen Sie, seine Signale zu deuten und ihm durch Ihre Führung Sicherheit zu geben. Denn nur mit gegenseitigem Verständnis kann eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung wachsen!

 

 

Ein Gedanke zu meinem letzten Social Walk 🐾

– und warum Halsbänder gefährlich sein können

Vor kurzem habe ich an einem Social Walk teilgenommen – doch was ich dort sah, hat mir das Herz schwer gemacht. Hunde wurden am Halsband an einer kurzen Leine aneinander vorbeigezogen, ihre natürlichen Bedürfnisse wie das Schnüffeln und Markieren wurden ständig unterbrochen. Manche Hunde mussten sogar schmerzhafte Leinenrucke oder Tritte aushalten, und die Besitzer waren oft zu beschäftigt, um ihre Vierbeiner wirklich wahrzunehmen.

Besonders besorgniserregend finde ich die häufige Nutzung von Halsbändern, vor allem bei Hunden, die ständig Zug auf der Leine haben. Aus medizinischer Sicht kann der Druck eines Halsbandes erhebliche Schäden verursachen. Ein paar der häufigsten Probleme sind:

Schäden an der Halswirbelsäule: Der Hals eines Hundes ist empfindlich und voller wichtiger Strukturen. Ein ständiger Druck auf die Wirbelsäule kann zu Verschiebungen und Verletzungen führen.

Atemprobleme: Besonders bei Hunden, die ziehen, kann der Druck auf die Luftröhre Atemnot und dauerhafte Schädigungen der Atemwege verursachen.

Schäden an der Schilddrüse: Häufiges Ziehen am Halsband kann die empfindliche Schilddrüse reizen und im schlimmsten Fall entzünden. Dies kann langfristige hormonelle Probleme nach sich ziehen.

Erhöhtes Verletzungsrisiko bei Hunden mit Augendruckproblemen: Bei Hunden, die zu erhöhtem Augeninnendruck neigen, kann das Ziehen am Halsband den Druck weiter erhöhen, was unter Umständen zu Augenproblemen oder sogar zum Verlust des Sehvermögens führen kann.

Mein Ziel ist es, eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Hund aufzubauen, die auf Vertrauen, Respekt und einem bewussten Umgang basiert. Statt auf Halsbänder setzen wir beim Training im 4 Pfötchen-Hundesalon auf das Brustgeschirr, das den Druck besser verteilt und die Hunde vor Verletzungen schützt. Ein Social Walk sollte ein Moment des gemeinsamen Genießens sein, bei dem die Hunde sich frei bewegen können, ohne dabei Schmerzen oder Unbehagen zu empfinden.

Wenn Sie mehr über sichere, sanfte Trainingsmethoden erfahren möchten, melden Sie sich gerne bei mir. Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere Hunde eine Stimme haben und wir sie hören. 🐶❤️

 

 

🐾 Bedürfnisse beim Spaziergang – Warum Schnüffeln und Markieren so wichtig sind! 🐾

Beim Spaziergang gibt es für unsere Hunde mehr zu entdecken als nur die Strecke! Schnüffeln und Markieren sind nicht nur einfache Rituale, sondern echte Grundbedürfnisse unserer Vierbeiner.

🌿 Schnüffeln ist für Hunde eine Art „Zeitunglesen“ oder SocialMedia. Sie erhalten dadurch wichtige Informationen über ihre Umgebung und die anderen Hunde, die dort gewesen sind. So können sie herausfinden, wer hier entlanggelaufen ist, ob Rüden oder Hündinnen in der Nähe sind, oder ob vielleicht ein „Freund“ kürzlich da war.

🚾 Markieren hat für viele Hunde eine kommunikative Funktion. Es ist eine Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen und Teil ihres natürlichen Verhaltens. Auch das gibt ihnen Sicherheit und stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Indem wir Hunden die Zeit geben, in Ruhe zu schnüffeln und zu markieren, erfüllen wir wichtige Bedürfnisse und fördern ihr Wohlbefinden. Lass deinen Hund also ruhig die Zeit, die er braucht – es tut ihm gut!

Wie gestaltet ihr eure Spaziergänge, damit eure Hunde sich so richtig wowohlfühlen? 

 

 

Neulich auf einem Spaziergang…

Ich habe beobachtet, wie ein sehr junger Pudel von einem ausgewachsenen Berner Sennenhund massiv bedrängt wurde. Auf meine Frage, warum keiner der anderen Hundehalter eingreift, bekam ich die Antwort: „Die machen das schon unter sich aus.“

Natürlich könnte sie das unter sich klären – aber wollen wir das Risiko wirklich eingehen? Solche Erfahrungen können bei Hunden zu schwerwiegenden, traumatischen Schäden führen. Neben körperlichen Verletzungen entstehen oft auch tiefsitzende Traumata mit langfristigen Folgen: Unsicherheiten, Ängste sogar oder aggressives Verhalten können die Folge sein und das Leben des Hundes sowie das Zusammenleben mit uns Menschen erschweren.

Stellen wir uns vor, wir sehen auf der Straße eine vergleichbare Situation zwischen einem Erwachsenen und einem kleinen Kind. Würden wir dann auch einfach zusehen und sagen: "Die machen das schon unter sich aus, die spielen nur"? Natürlich nicht.

Unsere Hunde sind auf uns angewiesen, dass wir sie beschützen und unterstützen – das kann kein anderer für uns übernehmen.

 

 

Warum sind Brustgeschirre besser als Halsbänder für deinen Hund?

Die Wahl zwischen Halsband und Brustgeschirr hat großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes. Während Halsbänder für ruhige Spaziergänge nützlich sein können, bergen sie Gefahren – vor allem, wenn der Hund stark zieht.

Hier sind einige der Risiken bei Halsbändern:

🔸 Druck auf die Halswirbelsäule : Jeder Zug belastet die empfindliche Halswirbelsäule. Dies kann zu dauerhaften Problemen wie Nacken- und Rückenschmerzen führen.

🔸 Gefahr für die Atemwege : Halsbänder drücken auf die Luftröhre. Starkes Ziehen kann die Atemwege beeinträchtigen und zu Verletzungen oder einer dauerhaften Schädigung der Luftröhre führen.

🔸 Schilddrüsenverletzungen : Der Druck kann die Schilddrüse schädigen, was Entzündungen oder Funktionsstörungen zur Folge haben kann.

🔸 Beeinträchtigung von Nerven und Blutfluss : Halsbänder können Nerven beeinträchtigen und den Blutfluss stören, was Taubheitsgefühle und andere gesundheitliche Probleme verursacht.

Warum ein Brustgeschirr die bessere Wahl ist:

Ein gut sitzendes Brustgeschirr verteilt den Druck gleichmäßig über den Brustkorb und schützt empfindliche Bereiche wie die Wirbelsäule und Atemwege. Dein Hund kann sich freier bewegen und Verletzungen sowie gesundheitliche Probleme werden vermieden.

Bei mir im '4 Pfötchen-Hundesalon und Coaching für Menschen mit Hund' berate ich  Sie gerne zur Auswahl des richtigen Geschirrs für Ihren Vierbeiner. Ihr Hund verdient die beste Pflege – und das beginnt schon mit dem richtigen Zubehör!